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Chikuzenni (筑前煮) – Gesunder Kochworkshop

Chikuzenni (筑前煮) – Gesunder Kochworkshop
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Mein Kochteam und drei Ernährungsberaterinnen
Im Nakaniida Community Center wurde ein Workshop zum gesunden Kochen angeboten. Heute stand das Gericht "Chikuzenni" (筑前煮 oder ちくぜんに) auf dem Programm.

Inhaltsverzeichnis

Zubereiten

Unter Anleitung von vier Ernährungsberaterinnen machten wir uns in vier Teams à vier Personen daran das Gericht zu kochen. Dazu wurden die folgenden Zutaten geschnitten: shiitake (椎茸, japanischer Edelpilz), gobou (ごぼう, japanische Schwarzwurzel) und ninjin (にんじん, Karotte). Konnyaku (蒟蒻 oder こんにゃく, gelatineartige Masse aus Aronstabknollen) wurde mit den Händen in ungefähr zwei Kubikzentimeter essbare Stücke gerissen. Über Nacht wurde für uns bereits daikon (大根, gefrorener Rettich) vorbereitet. Gobou wird vor dem Schneiden geschrubbt und nach dem Schneiden im Wasser eingeweicht, um Schmutz zu entfernen.

Wir setzen die Brühe aus dashi (出し), gemahlenem Shiitake, gemahlenem Rettich, sake (日本酒, Reiswein) und Sojasoße an, geben gobou dazu, ließen es aufkochen und anschließend für 10 min bei mittlerer Hitze köcheln. Darin wurden die Zutaten nach und nach angedünstet.

Servieren

Nachdem die Zutaten bissfest waren, wurden die Stäbchen gezückt und die einzelnen Zutaten für alle gleichmäßig auf die Teller verteilt und okura (おくら, Okra bzw. Gemüse-Eibisch) dazugelegt. Zusammen mit einer Portion hakumai (白米, weißer Reis), koukou (香香, Pickels, eingelegtes Gemüse) und mugicha (麦茶, Gerstentee) wurde es serviert.

Genießen

Insgesamt wurde nur geringfügig gewürzt, zum einen, weil es gesünder ist und zum anderen um den jeweils typischen Geschmack probieren zu können. Mir haben alle Zutaten geschmeckt. Einzig konnyaku war etwas ungewöhnlich mit der Konsistenz etwas härter als Wackelpudding aber ohne Geschmack. Wie ich in der Feedbackrunde erfuhr, war ich nicht die einzige Person, welche es zu aufwendig zum vollständigen Nachkochen empfand. Essen würde ich es aber nochmal und ich kann mir vorstellen einzelne Zutaten in meinen eigenen Gerichten zu verwenden.

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3 Antworten

  1. Ganz spannend – werde es mit hiesigen Zutaten in der nächsten Woche nachkochen. Danke für die
    detaillierte Beschreibung. Warum werden die japanischen Begiffe unterschiedlich geschrieben, gibt es verschiedene Schriften?
    Liebe Grüße aus Berlin nach Japan
    Brigitte

    1. Wunderbar, lass mich bitte wissen, wie es geworden ist!
      Es gibt drei Schriften: Hiragana, Katakana und Kanji. Kanji sind chinesische Schriftzeichen, welche im 5. Jahrhundert n.Chr. den Ursprung der japanischen Schrift bildeten. Hiragana entstand als diese Kanji vereinfacht wurden. Statt Inhalt bilden diese die Aussprache ab. Ebenso wurde Katakana abgeleitet. Alle drei werden in der modernen Schrift parallel verwendet:

      • Hiragana: für Wörter deren Endungen sich ändern z.B. Verben, Partikel oder Adjektive. Auch als Hilfe, wenn man das Kanji nicht kennt.
      • Katakana: ausländische Begriffe z.B. Kanu カヌー oder Namen von Ausländern z.B. Markus Vogel マークス フォーゲル
      • Kanji: japanische Namen oder Orte, viele Wörter, deren Bedeutung im Satz genutzt wird

      Viele Grüße
      Markus

      1. Danke für die Erklärungen – das Essen kann ich noch nicht nachkochen, hier gibt es noch keine Schwarzwurzeln – Wintergemüse! Ich melde mich, wenn es klappt.

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