Suche
Close this search box.

Meine ersten Tage in Japan

Meine ersten Tage in Japan
Suche
Close this search box.
Blick auf den Fuji und Tokio
Am 05. August 2023 ging es mit dem Flugzeug über Istanbul nach Tokyo. Dort fanden im Rahmen der Post Arrival Orientation verschiedene Workshops als Vorbereitung für unsere Aufgaben im JET-Programm statt. Dabei machte ich auch meine ersten Entdeckungen in Tokyo.

Inhaltsverzeichnis

Anreise

Auf dem letzten Drücker wurde es noch einmal spannend. Viel zu schwer bepackt machte ich mich auf den Weg zum Flughafen. Es fiel ein Bus aus und die Verbindung wurde trotz Puffer knapper als geplant. Erfreulicherweise erreichte ich meine Anschlüsse und konnte entspannt einchecken.

Im Flugzeug traf ich dann die drei CIRs aus Berlin (Mehr zu den Rollen im JET-Programm findest du in meinem Artikel). Bis Instanbul hielten wir uns mit anregenden Gesprächen gegenseitig wach. Dort trafen wir dann die weiteren vier CIRs aus Deutschland. Nach einem zweistündigen Aufenthalt ging es direkt nach Tokyo. Die Verpflegung auf dem Flug war gut und die Nacht entsprechend der Umstände ebenso. Nach dem Frühstück bzw. in der neuen Zeitzone eher Nachmittagssnack schaute ich mir den Spielfilm „The Fabelmans“ von Steven Spielberg an.

Am Flughafen durchliefen wir die Einreisekontrollen und erhielten unsere Residence Card. Nachdem wir unser Gepäck eingesammelt und den Zoll durchquert hatten, wurden wir von Beauftragten des JET-Programms empfangen und zum KEIO PLAZA Hotel gebracht. Dort gab es eine kurze Einführung, bei welcher wir Unterlagen wie das Programm und weitere Informationen für die nächsten Tage bekamen.

Abends unternahm ich mit einer kleinen Gruppe meine erste Tour durch den Bezirk Shinjuku (新宿区) von Tokyo. Bei meiner ersten Erkundungstour durfte der Besuch eines Konbini (コンビニ, hierzu wird es noch einen separaten Artikel geben) nicht fehlen. Hier sammelte ich mit Onigiri (お握り) und Mochi-Eis (糯 oder もち, アイス) mein erstes Geschmackserlebnis in Japan. Um zu erfahren, was ich seither probiert habe, schaue in meinem Artikel über die japanische Küche vorbei.

Tag 1 – Post Arrival Orientation

Nach der etwas kürzeren Nacht starteten wir morgens mit einem leider zu westlichem Buffet. Danach ging es mit der Opening Ceremony los. Dort wurden wir nach ein paar Reden mit dem hier verlinkten Video begrüßt. Anschließend hatten die ALTs, CIRs und SEAs ihr individuelles Programm. Positiv überrascht war ich über den Aufwand und die Gestaltung der Workshops, welcher einzig für uns drei neuen SEAs (zwei weitere kommen später nach Japan) betrieben wurde.

Den Auftakt macht nach einer kurzen Vorstellungsrunde ein Workshop zu den Aufgaben eines SEAs, dem Schulsystem in Japan und den Clubaktivitäten „Bukatsu“ (部活 oder ぶかつ, ein separater Artikel folgt).

Herr Dr. Koya Suzuki, Dozent an der Juntendo Universität und Beauftragter der Japan Sports Agency, präsentierte seine Forschungsergebnisse und informierte uns zum physischen Zustand von Kindern sowie dem Aufbau des Sportunterrichts in Japan. Er richtete den Apell an uns die Fitness der Kinder und Jugendlichen zu verbessern, aber auch nicht sportlich aktive Personen einzubeziehen. Zudem wurde die Problematik des Übertrainings angesprochen.

Frau Yuki Mori, frühere Ultimate Spielerin und Trainerin der japanischen Nationalmannschaft, berichtete uns zum Thema effektive Coachingmethoden u.a. zu Herausforderungen aus ihrer persönlichen Erfahrung und wie wir damit umgehen können.

Anschließend gab es zwei Vorträge zusammen mit den ALTs zu allgemeinen Informationen zum JET-Programm, Vorbereitung auf mögliche Naturkatastrophen wie Erdbeben, Taifun oder Starkregen sowie Regeln und Gesetze in Japan.

Der letzte Workshop des Tages beinhaltete interkulturelle Informationen zu Japan. Darauf folgte ein Get-together mit japanisch-westlichem Buffet und die Möglichkeit andere Teilnehmende kennenzulernen.

Tag 2 – Post Arrival Orientation

In den Tag starteten wir gemeinsam mit den ALTs und einem Vortrag zur mentalen Gesundheit. Danach machten wir in kleiner SEA-Gruppe einen spannenden Ausflug zu einer Feuerwehrwache in Shinjuku (新宿区). Dort durften wir an einem Erste-Hilfe-Training mit Herz-Lungen-Wiederbelebung und AED-Benutzung mit japanischer Stimme teilnehmen. Dies war interessant und ich fragte, ob ich auch den Fuhrpark sehen dürfe. Als Highlight des Tages durfte ich gleich noch die Uniform anziehen.

Zurück im Hotel präsentierte uns Herr Yoichiro Tsuge, Sport Mentalcoach und Vertreter der Organisation Field Flow, das Thema Mental Coaching im Sport und wie wir unsere Trainings- und Kommunikationsfähigkeiten verbessern können.

Darauf folgte eine Vorstellung des Active Child Programms durch Herrn Yasuyuki Kubo vom Japan Sport Council. Abschließend konnten wir von Alex, SEA mit der Sportart Fußball, mehr über seine Erfahrungen in dieser Rolle erfahren.

Am Abend wurden wir deutschen JETler von der deutschen Botschaft zum Essen eingeladen. Ausklingen ließen wir den Abend mit Karaoke.

Tag 3 – Fahrt nach Miyagi zur Prefecture Orientation

Mein persönliches Highlight war definitiv die Fahrt mit dem Shinkansen und die paar Besonderheiten, welche mir gleich im Betriebsablauf auffielen. Zum Einen gibt es feste Haltepositionen. Dort sind Linien zum Anstellen für einsteigende Fahrgäste entsprechend der Wagennummer aufgezeichnet. Außerdem war ich beeindruckt von dem Putztrupp, welcher rasant den Innenraum reinigte bevor die neuen Fahrgäste einstiegen. Die Zugfahrt verlief dann ruhig und angenehm.

In Sendai, der Hauptstadt der Präfektur Miyagi, angekommen, folgte die Prefecture Orientation mit den neuen JETlern von Miyagi. Hierbei bekamen wir eine Übersicht zum Schulleben und dem Englischunterricht in Miyagi sowie Einblicke zur Präfektur. Im Anschluss wurden wir dann von unserer Supervisorin abgeholt.

Die folgenden Tage

… waren dicht gefüllt. Wir wurden verschiedenen Personen vorgestellt u.a. dem Bürgermeister mit anwesender Presse und dem Maskottchen Kami~go, dem Superintendant (Leiter des Board of Educations), (stellvertretenden) Schulleitern und den Kollegen. Jedes Mal war eine jikoshoukai (自己紹介 oder じこしょうかい, dt.: Selbstvorstellung) auf Japanisch gefragt. Außerdem regelten wir Organisatorisches wie Wohnsitzanmeldung, Eröffnung eines Bankontos oder Mobilfunkvertrag. Wir lernten verschiedene Orte in Kami-machi kennen, worüber ich in diesem Artikel berichte.

Teile den Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge

B&G Watersport Center mit Sakura

#SEA – Beginn des Schuljahres in Japan

Wenn die Schüler aus den Frühlingsferien zurückkommen, finden in den ersten Wochen einige feierliche und organisatorische Veranstaltungen statt. Ebenso werden schulische Angebote u.a. die Bukatsu vorgestellt. Auch im öffentlichen Dienst werden die neuen Mitarbeiter begrüßt und es gibt Willkommensfeiern.

Weiterlesen
Bottle Top Reward System

#SEA – Motivation im Wintertraining – Bottle Top Reward System

Das Wintertraining im Kanusport kann eintönig sein, gerade wenn die Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt sind und wir aus Sicherheitsgründen nicht zum Paddeln auf das Wasser gehen können. Aus meiner Beobachtung und meinem damaligen Verständnis der kulturellen Besonderheiten habe ich mir deshalb Mitte Oktober letzten Jahres das „Bottle Top Reward System – ボトル・トップ・リワード・システム” überlegt. Nachdem ich über die letzten Monate positive Erfahrungen sammeln konnte, möchte ich euch das System und die Auswertung vorstellen.

Weiterlesen
selbstgemachter Mochi

Wie wird Ostern in Japan gefeiert?

Wie ich im Artikel zu Weihnachten geschrieben habe, leben nur 1-2% Christen in Japan. Im Vergleich zu Weihnachten war Ostern in dem Teil von Japan wo ich lebe nicht sichtbar. Als Nachbarn kamen wir dennoch zusammen.

Weiterlesen